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30.11.2015

Migrationsberater am Limit – Hilferuf an die Politik

Die Mitglieder des Abgeordnetenhauses der Linken Carola Bluhm und Wolfgang Brauer, sicherten der Immanuel Beratung Unterstützung bei der finanziellen Förderung der Migrationsberatung zu.
Beratung und Leben - Pressemitteilung - Migrationsberater stoßen an ihre Grenzen - Carola Blum, Wolfgang Brauer und Sabine Behrens mit dem Team der Immanuel.Beratung

Herausforderungen in der Migrationsberatung: (von links) Carola Bluhm im Gespräch mit Andreas Mende, Sarah Buck und Anna Faller.

„In unseren Beratungsstellen ist die Anzahl ratsuchender erwachsener und jugendlicher Zuwanderinnen und Zuwanderer deutlich angestiegen. Gleichzeitig finden auch immer mehr geflüchtete Menschen den Weg in unsere Einrichtungen“, erklärt Andreas Mende, Geschäftsführer der Beratung + Leben GmbH.

„Die Mittel für das bundesweite Beratungsprogramm sind jedoch leider seit Jahren weit unter dem Bedarf und damit stark unterfinanziert. Damit die Migrationsberatung weiterhin ihre Aufgaben erfüllen kann, braucht es eine verstärkte Bundesförderung.“

Diesen Aussagen trat am gestrigen Mittwoch, dem 25.11.2015, Carola Bluhm (Die Linke), MdA des Wahlkreises Berlin-Mitte, entgegen. In einem gemeinsamen Gespräch mit Andreas Mende und den Migrationsberaterinnen Anna Faller und Sarah Buck aus dem Team der Immanuel Beratung Standorte Marzahn und Wedding, erhielt die Politikerin einen Einblick in die Arbeit der Migrationsberatungsstellen und die damit verbundenen Herausforderungen.

Mehr als doppelt so viele Fälle

„Die Situation in der Beratungsstelle hier vor Ort sowie in den anderen Beratungsstellen ist trotz Erhöhung der Bundesmittel für 2015 weiterhin angespannt. Nach wie vor sind erhebliche Eigenmittel durch die Verbände zu leisten“, sieht Andreas Mende die Existenz des Beratungsangebots bedroht.

„Im Jahr 2014 wurden durchschnittlich 361 Fälle pro Vollzeitstelle bearbeitet – 150 dürften es nur sein, um eine nachhaltig gute Beratungsqualität zu sichern.“ „Wir sind verzweifelt“, fasst Anna Faller, die seit über einem Jahr Menschen dabei unterstützt, in ihrer neuen Heimat anzukommen, die derzeitige Situation zusammen.

Carola Bluhm zeigte großes Interesse für dieses Thema und die damit zusammenhängende Sorge. Sie wisse ganz genau, wie schwierig sich Beratung von Migranten in Berlin angesichts formaler und finanzieller Vorgaben gestalte. „Vor dem Hintergrund der steigenden Zahl der Flüchtenden und dem damit verbunden rapide steigenden Bedarf an Migrationsberatung, sehe ich bei den gegenwärtigen Kapazitäten der Entwicklung auch mit Sorge entgegen“, so die Politikerin. „Und ganz nebenbei: Es ist doch verrückt, dass Sie sich neben Ihrer eigentlichen, so wichtigen Arbeit, um diese Dinge kümmern müssen.“

Trotz der schwierigen Situation spricht Carola Bluhm dem Team Mut zu: „Sie sind zeitlich gut dran. Momentan werden neue Programme geschaffen. Hören Sie nicht auf, über Ihre Situation zu sprechen, Kollegen aus der Politik anzusprechen. Ich möchte das sehr gerne begleiten“.

Auch MdA Wolfgang Brauer (Die Linke) hatte während seines Besuchs im Immanuel Beratungszentrum Marzahn Mitte November seine volle Unterstützung zugesichert. 

 
 
 
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