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16.12.2022

Frank Zander besucht Weihnachtsfeier für Obdachlose und Bedürftige auf dem Helmoltzplatz

Begeisterte Gäste: Auf Einladung der Diakonie Berlin kam Frank Zander gemeinsam mit Diakoniedirektorin Schoen zur Weihnachtsfeier der Tagesstätte im Sozialprojekt Prenzlauer Berg.
Frank Zander und sein Sohn Markus mit Gästen der Weihnachtsfeier auf dem Helmi | Tagesstätte Sozialprojekt Prenzlauer Berg

Frank Zander und sein Sohn Markus mit Gästen der Weihnachtsfeier auf dem Helmi

Diakoniedirektorin Ursula Schoen, Frank Zander und Einrichtungsleiterin Simona Barack (von links)

Diakoniedirektorin Ursula Schoen, Frank Zander und Einrichtungsleiterin Simona Barack (von links) Fotos: Sebastian Peters, Diakonie Berlin

Wenn Frank Zander kommt, sind alle aus dem Häuschen. Frankie kam mit seinem Sohn Markus mit 300 Schoko-Nikoläusen am 14. Dezember auf den „Helmi“ (Helmholtzplatz) zur Weihnachtsfeier der Tagesstätte für wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen im Sozialprojekt Prenzlauer Berg. Bitterkalt war's, aber sehr schön. Kaum tauchte Frank Zander mit seiner blauen Sonnenbrille und den halblangen, blondierten Haaren auf, liefen die Leute schon auf ihn zu, fielen ihm um dem Hals, übergaben ihm Geschenke, dankten ihm, fotografierten, filmten das besondere Ereignis. Auch die Presse war stark vertreten (Links zu den Zeitungsartikeln unten).

„Das ist für mich Weihnachten“; sagte der Sänger, Künstler und Entertainer. Seit 30 Jahren engagiert sich Frank Zander für obdachlose Menschen. Dafür ist der 80-Jährige gerade zum zweiten Mal mit dem Bundesverdienstorden ausgezeichnet worden. Die rund 50 Gäste der Weihnachtsfeier genossen die Aufmerksamkeit sichtlich. Bei Kuchen, Würstchen, Kartoffelsalat, Kaffee und warmem Punsch standen sie gemeinsam mit ihrem Helden an der Feuerschale, erzählten auch von ihren Sorgen. Kälte, Inflation und Erkrankungen treffen sie besonders hart.

Der prominente Besuch stärkt das Selbstbewusstsein obdachloser Menschen


„Für unsere Gäste ist Frank Zanders Besuch ein echtes Highlight. Dass ein Star sich für ihre Belange interessiert, stärkt ihr Selbstwertgefühl enorm. Denn sonst werden obdachlose und wohnungslose Menschen in der Gesellschaft oft vergessen“, sagt Simona Barack, Leiterin der Tagesstätte im Sozialprojekt Prenzlauer Berg. Ihr Team verteilte zusätzlich an alle kleine nützliche Geschenke. Und wer wollte, bekam auch eine selbstgestrickte Wollmütze.

Eine Besucherin im Rollstuhl wollte Frank Zander am Ende nicht ohne Lied ziehen lassen. Und so stimmte er gemeinsam mit den verbliebenen Gästen wenigsten im Gehen noch seine Hertha BSC-Hymne an: „Nur nach Hause, nur nach Hause, nur nach Hause geh’n wir nicht.“

Alle sind geladen: Tagesstätte veranstaltet jedes Jahr zwei Weihnachtsfeiern


Die Tagesstätte feiert jedes Jahr zwei Weihnachtsfeiern. Einmal sehr festlich in ihren Räumen in der Zelter-/Ecke Dunckerstraße mit weißen Tischdecken und leckerem Menü aus Gulasch, Rotkohl, Klößen und Roter Grütze. „Weil wir aber nicht alle unsere Gäste mit diesem Angebot erreichen, machen wir jedes Jahr außerdem auf dem Helmholtzplatz eine weitere Feier“, erläutert Simona Barack.

Dass dieses Jahr Frank Zander als Ehrengast kam, hat die Diakonie Berlin organisiert und die Feier tatkräftig unterstützt. Mit dabei war auch Diakoniedirektorin Dr. Ursula Schoen. Anlässlich des Besuchs wies sie auf die Situation von obdachlosen Menschen hin und forderte bessere Hilfen für sie: „Mindestens 2.000 Mitmenschen sind in Berlin auch in diesem eiskalten Winter ohne Obdach. Die Dunkelziffer ist unbekannt. Bis 2030 möchte die Landespolitik die Wohnungslosigkeit abschaffen. Wohnungslosigkeit darf nicht nur ein Thema sein, wenn berühmte Persönlichkeiten wie Frank Zander oder Axel Prahl den Scheinwerfer darauf richten. Sonst ist unser gemeinsames Ziel bis 2030 unerreichbar.“

Diakoniedirektorin fordert bessere Finanzierung von Hilfsangeboten


Trotz wichtiger Fortschritte wie dem Kältehilfegipfel, der Strategiekonferenzen oder zusätzlicher Finanzierungen im Nachtragshaushalt sei deutlich mehr nötig. „Ganz konkret heißt das: Die Finanzierung reicht kaum für eine ordentliche Ausstattung und einen verlässlichen Betrieb der Kältehilfeangebote. Die Wohnungslosenunterkünfte und die -tagesstätten brauchen dringend eine Standardverbesserung - insbesondere für die notwendige Sozialarbeit. Für eine schnellere Vermittlung weiterer Unterstützung muss das Hilfesystem besser aufeinander abgestimmt werden. Und selbstverständlich brauchen wir ganz dringend mehr bezahlbaren Wohnraum in unserer Stadt“, so Direktorin Schoen.

Weitere Informationen über die Tagesstätte im Sozialprojekt Prenzlauer Berg.

Hier lesen Sie auch die Medienberichte über die Weihnachtsfeier der Tagesstätte mit Frank Zander:
 
 
 
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